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Riffelitts Reise

Nun wollte ich doch eigentlich weiter berichtet haben von dem, was uns das Leben so schenken kann und bemerke, dass fast schon wieder fast ein ganzes Jahr vergangen ist. Ein weiteres Jahr mit Pandemieeinschränkungen, das ich jedoch nutzen konnte, um gemeinsam mit Edith Ladleif und Kati Meden ein Projekt fertigzustellen, das ich wahrhaft als Geschenk bezeichnen möchte.

Vor einigen Jahre habe ich in meinem damaligen Beruf als Deutschlehrerin an einer Grundschule für ein fächerübergreifendes Naturschutzprojekt die Geschichte von der kleinen Muschel Riffelitt geschrieben. Über lange Zeit habe ich das Konzept dann immer mal wieder aus der Schublade geholt und daran gefeilt. Irgendwann erschien es mir fertig, und es legte seinen Fokus auf die Heilsamkeit der Bilder des Meeres und seiner vielfältigen Lebensarten. Da entstand der Gedanke, die Geschichte von der Begegnung mit Krankheit an Kinder zu adressieren, die dieses Gefühl bestens kennen. Kinder, die erleben, das ein Elternteil schwerst, möglicherweise unheilbar erkrankt. Diese Kinder sollten nicht nur Adressat Innen sein, sondern Nutznießer Innen werden. So wird „Riffelitts Reise“ nun an Kinder an Krebs erkrankter Eltern verschenkt. Diese Kinder sind Betroffene, kennen die Situation nur allzu gut, in dem Spannungsbogen von Verantwortungsgefühl und dem Wunsch nach Freisein zu leben. Freisein von Angst, Trauer und Verantwortung … Das ist auch Riffelitts Wunsch. Wird sie die Brücke schlagen können? Können wir die Brücke schlagen zwischen Selbstachtsamkeit und Achtsamkeit für unseren Nächsten? Eine Lebensaufgabe – sicher für jeden und jede von uns und nicht immer gibt es zum Schluss auf alles eine Antwort.

Diese Tatsache muss auch der Leser/ die Leserin aushalten. Nicht alle wollen und können das. So habe ich Zurückhaltung bei erwachsenen Leser Innen beobachtet und in ihrer Reaktion den unausgesprochenen Einwand bemerkt, dass das Ende offen bliebe. Und das in einem Kinderbuch. Ja! Denn genau das ist es, was kleine Menschen, deren Eltern schwer erkranken, oft über lange Zeit aushalten müssen. Das Ende bleibt machmal offen, der Weg jedoch liegt im Jetzt und Hier. Sie und alle, die das erleben, können genau in dieser Tatsache auch ihre Hoffnung gründen. Egal, was kommen mag, jetzt bin ich hier und genau jetzt will ich leben!

So weise wie die Kinder müssten wir sein…

Bis zum nächsten Mal!

LEBEN IHR LIEBEN!

In Kategorie: Blog

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